Rund um Schalke
  Veränderungen - 1
 


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- Teil 1: Trainer -

- Stand 03. September 2017 -

 

Nachdem es zunächst noch danach aussah, dass Markus Weinzierl eine weitere Chance bekäme, kam dann doch die Kehrtwende und Weinzierl musste seinen Hut nehmen.  

Prompt kursierten wieder einmal die tollsten Gerüchte. Aber das, was Christian Heidel in Bezug auf den neuen Trainer verkündete, schlug sowohl in der gesamten Fachwelt, bei der Presse, aber auch bei den Schalker Fans ein, wie eine Bombe.  

Domenico Tedesco wurde als neuer Trainer verpflichtet. Domenico wer??? Kaum einer kannte ihn, nur die wenigsten hatten mal etwas von ihm gehört. Und so ein Jungspund soll mit seinen gerade mal 31 Jahren der Heilsbringer auf Schalke werden??? 

Allseits „Haare raufen“ und „Fassungslosigkeit“ bis hin zum fast Entsetzen waren die Folge dieser Entscheidung. Klar, er, der Deutsch-Italiener, hatte seine Trainerlizenz mit der Bestnote von 1,0 bestanden, aber seine Profi-Erfahrungen waren mit 11 Spielen beim FC Aue in der 2. Liga doch mehr als dürftig. 

Natürlich wurde sofort spekuliert, wie lange er sich auf dem Trainerstuhl bei Schalke würde halten können. Und ob er mit seiner "Erfahrung" überhaupt in der Lage wäre, eine so mut- und hilflose Truppe wieder auf Vordermann zu bringen. 

Alle waren mehr als gespannt über seine ersten Auftritte auf Schalke. Und dann kam er endlich, ein Typ namens „Kumpel“, bescheiden, höflich, immer Zeit für die Fans, die - wie er einmal sagte - es verdient hätten, dass man sich Zeit für sie nehmen würde. 

Und - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - sprach er mit den Spielern, er hatte für jeden Zeit. Ungläubiges Erstaunen wich so langsam purer Freude. Spieler, die bei/mit Weinzierl überhaupt nicht zurechtkamen (Stichwort Konoplyanka) und entsprechend keine Leistung zeigten, avancierten plötzlich zu Führungsspielern. Spieler wie der ebengenannte Yevhen Konoplyanka oder der schon als Fehleinkauf betitelte Benjamin Stambouli blühten unter der menschlichen Führung von Tedesco regelrecht auf. 

Seine überaus positive menschliche Art gegenüber allen zeichnet Tedesco aus und führte innerhalb der „Chaos-Truppe“ in ganz kurzer Zeit zu einem ganz anderen Zusammenhalt. 

Seien akribische Vorbereitung, sein Einbeziehen der Spieler in bestimmte Abläufe, all das zeigte schnell Wirkung und bereits nach kurzer Zeit waren positive Veränderungen im Schalker Spielsystem erkennbar.

Es ist kaum möglich, eine Prognose abzugeben, zu oft ist man enttäuscht worden, aber zum ersten Mal seit langem habe ich wieder so etwas wie Hoffnung. Hoffnung, dass es Tedesco gelingt, mit seiner „kameradschaftlichen“, aber dennoch auch strengen Art und seinem Spielwitz, Schalke wieder dorthin zuführen, wo Schalke eigentlich hingehört, nämlich ins Spitzenfeld der Bundesliga.

Ich spare an dieser Stelle - in Bezug auf Tedesco - ganz bewusst die in den letzten Tagen eingetretenen Vorkommnisse (u. a. zu Höwedes, Sam, Geis, Meyer, Uchida, Avdijai) aus, sie sind zu frisch und mir fehlt entsprechendes Hintergrundwissen.

 



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