Rund um Schalke
  Veränderungen Teil1
 


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- Teil 1: Manager und Trainer -

- Stand 01. September 2016 -

Der spektakulärste Wechsel fand bereits vor der eigentlichen Transferperiode statt. Mit Christian Heidel vom FSV Mainz 05 wechselte der Wunschkandidat von Schalke auf den neu zu besetzenden Managerposten. Bereits Anfang 2016 war klar, dass Heidel ab der neuen Saison die Geschicke bei Schalke leiten würde. Mit dieser Verpflichtung verbunden war der Schalker Wunsch, einen kompletten Neuaufbau zu beginnen und den so lang ersehnten spielerischen Erfolg zurück zu holen.

Der Schalker Umbruch wurde komplettiert durch die Verpflichtung von Markus Weinzierl vom     
FC Augsburg. Weinzierl war schon seit langem der Wunschkandidat der Schalker, aber die Verpflichtung scheiterte in der Vergangenheit aus den unterschiedlichsten Gründen.

Mit dem Amtsantritt von Heidel änderte sich vieles im Schalker Umfeld. Was dann aber geschah, wie ruhig und souverän Heidel sich präsentierte, überraschte nicht nur Schalker Anhänger sondern die gesamte Presse.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine solche Transferperiode erlebt zu haben, in der die Presse so außen vor war, wie bei Schalke noch nie zuvor. Was haben wir Fans uns doch amüsiert, welche Namen tagtäglich seitens der Presse - fast verzweifelt - ins Rennen geworfen wurden und wen dann Heidel tatsächlich präsentierte.

Ich glaube, es gab keinen einigermaßen fußballerisch hochklassischen Spieler, den die Presse Schalke andichtete, um plötzlich mit großem Erstaunen zu bemerken, dass längst alles anders gelaufen war. Oft hatte Heidel schon Wochen vorher die Vorgespräche begonnen und grundsätzliche Klarheit geschaffen.

Seltsam ruhig und absolut ungewohnt ging es bei Schalke in dieser Sommerpause zu. Das erste Zeichen setzte Heidel mit der für alle Seiten vollkommen überraschenden Verpflichtung von Naldo vom VFL Wolfsburg. Lt. Heidel sollte diese Verpflichtung ein Test sein, ob ein solcher Coup gelingen konnte, ohne dass dies vorher an die Öffentlichkeit getragen wurde. Dieser Test gelang - ihm sollten noch weitere Überraschungscoups folgen.

Die besten Belege dafür sind die Neuzugänge. Schalke verpflichtete TOP-Spieler aus den unterschiedlichsten Regionen Europas. Keiner der Spieler wurde - trotz wochenlangen Verhandlungen - auch nur ein einziges Mal in den Medien mit Schalke 04 in Verbindung gebracht. Lediglich als alles so gut wie klar war, berichtete die Presse davon.

Ausgerechnet bei der letzten Verpflichtung von Yevhen Konoplyanka vom FC Sevilla aber geschah dann doch noch eine Panne. Die Verpflichtung war längst unter Dach und Fach, sollte aber erst am letzten Tag der Transferperiode bekanntgegeben werden. Dumm war nur, dass bereits einen Tag vorher im Fan-Shop Trikots mit der Nr. 11 und dem Namen Yevhen Konoplyanka angeboten wurden. Zwar bemerkte man diesen Irrtum schnell und holte das Angebot wieder heraus, aber es war zu spät gewesen. So musste man seitens Schalke die Verpflichtung zwangsläufig frühzeitiger bekanntgeben.

Heidel stellt nicht umsonst aus Schalker Sicht die personifizierte Hoffnung auf sportlichen Erfolg, mehr Gelassenheit in kritischen Phasen und schlichtweg besseren Fußball dar. Er überzeugte in seinen ersten Wochen nach seinem Amtsantritt mit seiner ruhigen, gelassenen Art und seinem fairen, aber kompromisslosen Auftreten. Dies überzeugte nicht nur uns Fans, es überraschte die gesamte Presse und sogar andere Bundesligavereine, wie bei Schalke plötzlich in aller Ruhe gearbeitet wurde.

Skeptischer betrachtet wird von vielen sicherlich der Wechsel von Markus Weinzierl. Es gibt nicht wenige, die seine Fachkompetenz anzweifeln und ihm ein schnelles Scheitern auf Schalke voraussagen.

Die ersten Pluspunkte aber sammelte er bereits. Gemeinsam mit Heidel fiel die Bestands-aufnahme für Schalke ziemlich vernichtend aus. Von veralteten Trainingsmethoden war ebenso die Rede wie von unwürdigen Räumlichkeiten für eine Bundesliga-Profimannschaft (Zitat Heidel: „Das waren Garagen, mit Bedingungen für Profimannschaften hatte das nichts zu tun."). Während unter Heidels Regie ein komplett neues Funktionsgebäude für ca. 1 Mio. Euro errichtet wird, erstaunte Weinzierl mit an moderne Zeiten angepasste Trainingsbedingungen. Weinzierls Assistenten zeichnen die Spielerdaten auf, das Training wird gefilmt, Zweikämpfe, Laufverhalten, Gruppentaktik werden anschließend anhand der Videoaufnahmen analysiert.


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